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Vier Fragen an
Wolfgang D. Schepe, Eigentümer der EXTERSTAHL-Unternehmensgruppe und Geschäftsführer der EXTERSTAHL GmbH Linz
Herr Schepe, wie unterscheidet sich Ihr Unternehmen von der Konkurrenz?

Unser Erfolg hat vor allem zwei Gründe. Der erste ist die gute Kundenorientierung. Dank unserer schlanken Organisationsstruktur können wir gut auf die individuellen Vorstellungen unserer Kunden eingehen. Wir werden vor allem als Lieferant von mittelständischen Kunden mit speziellen Ansprüchen bevorzugt, da diese Wert auf eine individuelle, jedoch zuverlässige Versorgung mit Stahlblechen legen. Wenn der Kunde mit uns Kontakt aufnimmt, wird er nicht innerhalb unseres Unternehmens weitervermittelt, sondern hat einen fixen Ansprechpartner, der Fragen zuverlässig und kompetent beantworten kann.

EXTERSTAHL ist darüber hinaus bekannt für seine Zuverlässigkeit in qualitativer wie terminlicher Hinsicht, dies führt bei uns aber nicht zu überhöhten Preisen. Die durch die optimale Lage direkt am Wasserweg und die schlanke Unternehmensstruktur entstehenden Kostenvorteile können an die Kunden weitergegeben werden.

Da unsere Anlagen auch in Krisenzeiten sehr gut ausgelastet sind, erreichen wir eine sehr hohe Fixkostendegression. Das erlaubt uns, beim Coileinkauf wählerisch zu sein. Wir kaufen ausschließlich bei qualifizierten Stahlherstellern, die uns regelmäßige Belieferungen garantieren.
Einerseits sind wir so in der Lage, die immer weiter steigenden geforderten Qualitätsstandards unserer Kunden zu erfüllen und auf spezielle Anforderungen auch bei kleineren Losen einzugehen.Andererseits können wir vielschichtige zusätzliche Vorteile in der Logistik anbieten.

Welche Bedeutung hat der internationale Stahlmarkt für Sie?

In der Vergangenheit hatten wir beim Coileinkauf auch Probelieferungen von außerhalb Europas. Diese sind jedoch aufgrund der qualitativen Unsicherheiten und der langen Transportdauer derzeit für uns nicht attraktiv. Wir beobachten die internationalen Preisentwicklungen jedoch sehr genau und stellen sicher, dass wir im Vormaterialeinkauf rechtzeitig auf Veränderungen reagieren können. Bei einigen Produkten, die wir vertreiben, z.B. bei Quartoblechen, sind die Lieferungen von Herstellern außerhalb Europas ein wichtiger Bestandteil des Lagersortiments und ein Garant für konkurrenzfähige Preise.

Wie wird sich EXTERSTAHL für die Zukunft aufstellen?

Die EXTERSTAHL-Gruppe steht momentan besser da als je zuvor – und das im zwanzigsten Jahr ihres Bestands und nach fünf aufeinanderfolgenden Jahren der Absatzkrise auf dem Stahlmarkt.
In keinem einzigen Jahr hatten wir Verluste zu verzeichnen und unsere Eigenkapitalquote lag zum letzten Jahresabschluss bei rd. 50 %.
Somit sind wir gut gerüstet für maßvolle Expansionen.
Im Stahl-Service-Center in Krems betreffen die Expansionen insbesondere die schrittweise Erweiterung der Produktvielfalt sowie die noch
feinere Aufgliederung unserer Logistik. Nur so können wir die ständig wachsenden Qualitätsanforderungen unserer Kunden erfüllen. Die vor Kurzem fertiggestellte vierte Logistikhalle erlaubt uns seit Dezember 2013 die Produktion größerer Serien. Dadurch haben wir die historisch höchste Anlagenproduktivität und noch kürzere Lieferzeiten erreicht.

Im Ausland investiert die Gruppe gezielt in die Erweiterung der Anarbeitung und des Produktsortiments.
Grundlage dafür sind die Ende 2013 erfolgten Asset Deals zur Übernahme der Geschäftstätigkeit eines Eisenwarenhändlers in Kroatien
sowie die Lagereinrichtungen und Lagerbestände der Mechel Services in Varazdin, nahe der ungarischen Grenze. Während sich einige
Branchenriesen aufgrund stark zurückgegangener Umsätze und Deckungsbeiträge wieder aus mehreren mittel- und osteuropäischen Märkten zurückziehen, rücken wir in das entstehende Vakuum nach und übernehmen deren Marktanteile.

Welche Prognosen haben Sie für das Jahr 2014?

Die Prognosen gehen für 2014 für die meisten EU-Länder wieder von einer leicht ansteigenden Nachfrage bei Stahlflachprodukten aus. Das spüren wir bereits: Unser Auftragsbuch für 2014 ist prall gefüllt. Trotzdem erwarten wir mittelfristig keine nachhaltigen Mengensteigerungen in unserem Marktbereich. Die Vertriebsmengen der Jahre 2005 bis 2007 sind wohl für immer Geschichte. Nicht zuletzt deshalb haben die in unserer Region bestehenden enormen Überkapazitäten im Bereich der Stahl-Service-Center und des lagerhaltenden Stahlhandels bereits zu mehreren Standortschließungen geführt. Wir erwarten für 2014 noch andere Anlagenstilllegungen in unserem Marktbereich. Dabei dürften insbesondere veraltete Anlagen oder solche mit einem ungünstigen Standort betroffen sein.

Für den mittel- und osteuropäischen Raum rechnen wir für 2014 noch nicht mit einer Verbesserung der Marktsituation. Bedingt durch die
Probleme des lokalen Bankensektors und die angespannte Budgetlage ist nicht mit einer Stärkung der Inlandsnachfrage, z.B. durch Infrastrukturmaßnahmen, zu rechnen. Unsere Tätigkeit der letzten 18 Jahre in diesen Märkten hat uns aber gezeigt, dass jegliche Nachfrageentwicklung in den Ländern der alten EU mit zeitlicher Verzögerung auch in den neuen EU-Ländern spürbar wird. Das hängt offenbar mit der Tatsache zusammen, dass viele unserer Kunden in Zentral- und Osteuropa als Subauftragnehmer für Großkonzerne in westeuropäischen Volkswirtschaften arbeiten. Wir sehen unterm Strich also optimistisch in die Zukunft und sind dafür gut gerüstet.

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